Studium

Norwegen - Universitetet i Adger

Erfahrungsbericht Erasmus+ in Norwegen

Yaron K., Maschinenbau M. Eng., 2. Semester, Norwegen, Grimstad, Universitetet i Adger, Sommersemester 2024

Vorbereitung und Anreise

Die Vorbereitung für mein Erasmus+ Abenteuer in Norwegen begann schon über ein Jahr vor der eigentlichen Abreise. Der lange Vorlauf von der Bewerbung bis zum Antritt des Programms wurde leider durch die Universität vorgegeben, um die langen Bewerbungsfristen in Norwegen einzuhalten

Kulturelle Angebote

Kulturell hatte Grimstad nicht allzu viel zu bieten, aber jede Woche gab es die Möglichkeit, an einem Quizabend mit anschließender Party teilzunehmen. Diese Veranstaltungen boten eine willkommene Abwechslung und die Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen und sich zu vernetzen.

Natur und Freizeitaktivitäten

Das wahre Highlight Norwegens ist jedoch die beeindruckende Natur. Wanderungen, Radtouren, Campingausflüge und Roadtrips standen auf dem Programm. Besonders empfehlenswert ist es, ein Elektroauto auszuprobieren, da die Infrastruktur hervorragend ist und reduzierte Mautgebühren das Reisen angenehm gestalten. Es ist jedoch zu beachten, dass die Autobahnen hier eher kleinen und schönen zweispurigen Bundesstraßen gleichen als langweiligen Autobahnen. Weiter sollte man beachten, dass man mit den Tempolimits und Fähren kaum über eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50kmh kommt.

In der Freizeit lud der nahegelegene Strand zum Volleyballspielen und (Eis)baden ein. Im Winter boten sich Langlauf und Abfahrtski an.

Universität und Studium

Das Studium an der Universität of Agder in Norwegen war anspruchsvoll. Obwohl es weniger Kurse gab, musste ich einige Voraussetzungen für bestimmte Kurse nachholen, was zusätzlichen Aufwand bedeutete. Die Klausuren waren besonders herausfordernd und erforderten bis zu fünf Stunden konzentriertes Arbeiten, wobei hier viel digital abgegeben gearbeitet wird. So fand die Norwegisch Klausur komplett digital statt und eine weiter Klausur zumindest zur Hälfte. Gewöhnungsbedürftig war auf jeden Fall, das die Klausuren nicht von Hochschulangehörigen, sondern von Rentnern betreut wird. So sind Fragen etwas schwieriger zu stellen, allerdings sind die Professoren immer schnell erreichbar.

Besonderheiten

Eine Besonderheit in Norwegen war die Verfügbarkeit sogenannter "Buas". Hier konnte man sich kostenlos Outdoorequipment ausleihen, darunter Mountainbikes, Skiausrüstung und Campingequipment. Diese Angebote machten es einfach, die Natur zu genießen und neue Aktivitäten auszuprobieren.

Sprachlich gab es keine großen Hürden, da man sich mit Englisch fast überall problemlos verständigen konnte.

Fazit

Mein Erasmus+ Aufenthalt in Norwegen war eine bereichernde Erfahrung. Trotz der kulturellen Unterschiede und der Herausforderungen im Studium habe ich die Zeit sehr genossen. Die beeindruckende Natur, die hervorragende Infrastruktur und die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten machten meinen Aufenthalt unvergesslich.