Erfahrungsbericht

Daniel K., Leisure and Tourism Management, 5. Semester, Wien, Österreich, FH Wien der WKW, Wintersemester 2025/26

 

Zwischen Hörsaal und Heurigen: mein Auslandssemester in Wien 

 

Ich habe schon sehr früh angefangen mich mit der Entscheidung meines Auslandssemesters auseinanderzusetzten. Schon vor Beginn des Studiums habe ich mich durch alle Partnerhochschulen durchgeklickt und früh für mich erkannt, welche persönlichen Kriterien ich mir setze: Großstadt, ein großes kulturelles Angebot und am liebsten nicht ganz so weit weg. Schnell stellte sich Wien diesbezüglich als absolute Traumstadt heraus. 

 

Der Bewerbungsprozess lief ohne Probleme ab und die Kommunikation zur FH Wien der WKW war schnell und reibungslos. Besonders ansprechend war für mich der Kurskatalog, der sowohl englischsprachige, internationale Kurse als auch deutschsprachige, mit den locals abgehaltene Lehrveranstaltungen angeboten hat. Ich war begeistert wie kreativ ich mich von Fotografie, Grafikdesign, Gender studies bis destination management ausleben konnte. Hier lief die Kurswahl auch problemlos und schnell ab. Das einzig Schwierige war die Entscheidung aus dem breiten Angebot an Kursen! 

 

Knapp 5 Monate zuvor hielt ich bereits Ausschau nach Unterkünften. Für mich war sowohl aus finanziellen als auch persönlichen Gründen sofort klar, dass ich gern in eine WG ziehen wollen würde. Dadurch hat man sofort Anschluss in einer neuen Umgebung. Glücklicherweise fand ich sofort eine tolle WG im 16. Bezirk. Ein Bezirk, der in Sachen Kultur und Lage eine absolute Empfehlung ist: Natur, gut am ÖPNV angeschlossen und viele internationale Cafés, Bars und Restaurants. 

 

Kulturell hat Wien natürlich einiges zu bieten: von Opern, Theatern, Museen, Kunstausstellungen bis Kaffeehäusern – es ist IMMER was los! 

 

Da ich mein Auslandssemester im Winter gemacht habe, war eine Sorge, ob es nicht dunkel und einseitig werden würde, da man natürlich nicht so viel Zeit draußen verbringen wird. Im Nachhinein war es allerdings die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können, da ich „the best of both worlds“ genießen konnte! Den warmen Spätsommer, mit wunderschönen Abenden beim Donauinselfest, Freiluftkinos und Parks, aber auch den Winter mit dem Krampuslauf, gemütlichen Tagen in Cafés und dem Wiener Christkindlesmarkt. 

 

Man konnte schnell eine gute Balance zwischen Uni-Veranstaltungen und Freizeit finden. 

 

Besonders lobenswert ist das Erasmus-Team in Wien, das diverse Aktivitäten und Trips über das gesamte Semester geplant hat. Gerade am Anfang bieten diese Events eine perfekte Chance, Kontakte und Freundschaften zu knüpfen. 

 

Was die Schwierigkeit der Kurse angeht, sind sie vergleichbar mit Stralsund, jedoch deutlich mehr auf Gruppenarbeit und Abgaben fokussiert. Dies bietet einem auch mehr Flexibilität im Alltag, da man sich gut die verschiedenen Aufgaben zeitlich einteilen kann. 

 

Schlussendlich lässt sich sagen, dass mich das Auslandssemester in Wien überrascht hat: Ich wusste, ich werde eine gute Zeit haben, aber dass ich mich so in diese Stadt verlieben werde, hatte ich nicht geplant. Wien hat wirklich für jeden etwas zu bieten und ist eine absolute Empfehlung. Ich würde mich immer wieder hierfür entscheiden! 

 

Meine Tipps: 

- Wählt eine Mischung aus internationalen und deutschsprachigen Kursen. So habt ihr sowohl Kontakt zu euren Erasmus-Mitstudierenden als auch zu heimischen Studenten. Ich habe in beiden Fällen wunderschöne Freundschaften schließen können! 

- Kauft euch auf jeden Fall das Semesterticket: Ihr zahlt einmalig ca. 75€ und könnt über das gesamte Semester hinweg alle Öffis benutzen 

- Flixbus: von Wien aus kann man sehr günstig in nahgelegene Städte wie Bratislava fahren. Für einen Tagestrip eine absolute Empfehlung 

- Ticket Gretchen: eine App, die euch vergünstigte Tickets für Opern, Theater und andere Kultur-Highlights bietet